Erstelle einen Online-Kurs, den deine Schüler lieben werden

Von Lisa, 25.02.2019

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Deinen Online-Kurs ideal strukturieren und verbreiten kannst, sodass Deine Schüler ganz verrückt auf Deine Inhalte sein werden.

Jeder Online-Lehrer kommt irgendwann an den Punkt, an dem er sich hinsetzen und seine Online-Kurse genau planen muss und möchte. Unabhängig davon, ob Du nun bereits genau einen Plan davon hast, was Du tust oder Du absolut keine Ahnung hast, wo und wie Du beginnen möchtest, wird Dir unser Leitfaden mit neun wertvollen Tipps sicherlich helfen. Hierdurch wird es Dir deutlich leichter fallen, Struktur und Pfiff in Deinen Online-Kurs zu bringen, sodass Deine Schüler begeistert von Deinem Kurs sein werden.

Nun wollen wir aber keine weiteren Worte mehr verlieren, sondern direkt ans Eingemachte gehen.

Tipp 1: Verkaufe Deinen Kurs, BEVOR Du sämtliche Inhalte erstellt hast

Ehe es darum geht, die Idee für den Kurs im Detail zu planen, solltest Du beachten, dass Du niemals sämtliche Inhalte erstellen solltest, ehe Du Deinen Kurs verkaufst. Sicherlich bist Du nun erstmal überrascht und sicher gespannt, warum wir Dir dies empfehlen.

Die Idee, die dahinter steckt, ist folgende: Wenn Du Deinen Kurs verkaufst, wirst Du Feedback von Deinen Schülern zu Deinen Kursinhalten erhalten. Dies kann beispielsweise Deine Sprechweise in den Videos beinhalten, aber auch die Beleuchtung oder die Qualität des Mikrofons. Du wirst in diesen Feedbacks auch erfahren, wovon Deine Schüler mehr Informationen erhalten möchten oder Dinge, die sie in Deinem Kurs besonders mögen. Sicherlich möchtest Du diese Vorschläge bzw. Anregungen nutzen und die verbleibenden Inhalte an die Wünsche und Bedürfnisse Deiner Schüler anpassen. Dieser Umstand kann am Ende darüber entscheiden, ob Deine Schüler von Deinem Online-Kurs begeistert sind und bereit dazu sind, weitere Kurse bei Dir zu buchen. Der Grundgedanke hinter diesem Tipp ist also, dass Du auch während eines laufenden Online-Kurses Deine Inhalte oder andere Faktoren an die Wünsche und Bedürfnisse Deiner Zielgruppe anpassen kannst und solltest. Dies wird Deine Schüler zufrieden machen und auch Du selbst wirst Dich sicherlich darüber freuen, wenn das Feedback Deiner Schüler zu Deinen Kursinhalten immer besser ausfallen wird - denk an dieser Stelle auch daran, dass zufriedene Schüler mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Kursinhalte bei Dir buchen werden.

Tipp 2: Verhilf Deinen Schülern zu einer Veränderung

Mach Dir immer wieder bewusst, warum sich Menschen für Online-Kurse vorwiegend interessieren: Sie wollen etwas in ihrem Leben verändern. Sie glauben, wenn sie Deine Online-Kurse buchen, werden sie eine Lösung zu einem Problem erhalten bzw. eine positive Veränderung erfahren. Und genau das solltest Du als Deine Aufgabe sehen.
Vielleicht können sie nicht programmieren, aber ihre (zukünftige) berufliche Situation erfordert es von ihnen - Du kannst es ihnen beibringen. Vielleicht wissen sie nicht, wie man mit Wasserfarben tolle Bilder malt - Du kannst es ihnen zeigen. Vielleicht wissen sie nicht, wie sie ihren eigenen Online-Shop aufbauen sollen - Du weißt es und gibst Dein Wissen an sie weiter.

Der Schlüssel für einen guten Online-Kurs ist es, Deine Schüler zu positiven Veränderungen in einem bestimmten Lebensbereich zu motivieren bzw. ihnen Wissen zu vermitteln, das sie zuvor noch nicht hatten - im besten Fall natürlich eine Art Abkürzung zu dem Wissen, das sich Deine Schüler ansonsten in hartem Selbststudium selbst beibringen müssten.

Wenn Du also Deine Online-Inhalte planst, dann stell Dir immer wieder die Frage, ob dieser oder jener Punkt Deinen Schülern dabei helfen kann, ihr Leben zum Positiven zu verändern bzw. ob es sich um Wissen handelt, das für sie und eine positive Veränderung wichtig ist.

Deine Schüler während der Kurse bei Laune zu halten, ist sehr wichtig für ihren und letztlich auch Deinen Erfolg als Online-Lehrer. Es gibt einige weitere Dinge, die Du dabei beachten solltest. Auf diese werden wir gleich näher eingehen.

Tipp 3: Sorge für schnelle Erfolgserlebnisse

Für einen gewöhnlichen Lehrer ist es typisch, seine Schüler mit theoretischen Inhalten zu überhäufen. Sei Du nicht auch so ein Lehrer, sondern sorge dafür, dass Deine Schüler schnelle Erfolgserlebnisse verbuchen können. Warum? Dies motiviert sie und hält sie bei der Stange. Berücksichtige dies bereits bei der Erstellung Deiner Online-Inhalte.
Hier zwei Beispiele, wie so etwas aussehen kann:

Bei einem Kurs zum Thema „Vegetarisch Kochen“: Lass Deine Schüler zunächst ein Rezept nachkochen, das so einfach ist, dass sie es nicht falsch machen können. Zusätzlich sollte es sehr schmackhaft sein - beispielsweise gegrillter Käse. Hierdurch werden sie motiviert, um auch kompliziertere Rezepte auszuprobieren bzw. werden sich es zutrauen, etwas anspruchsvollere Speisen zuzubereiten.

Bei einem Sprachkurs: Lass Deine Schüler die 50 wichtigsten Wörter in der jeweiligen Sprache lernen. Hierdurch können sie sich schnell in der fremden Sprache verständigen. Dies ist vor allem dann sehr motivierend, wenn Deine Schüler kurz vor einer Auslandsreise in das betreffende Land stehen.

Tipp 4: Lobe Deine Schüler regelmäßig für ihre Fortschritte

Vergiss nicht, Deinen Schülern den Fortschritt vor Augen zu führen, den sie mithilfe Deiner Online-Inhalte machen. Geht es beispielsweise um einen Kurs zum Thema „Wie erstelle ich einen Blog“, dann erinnere sie regelmäßig daran, welche Fortschritte sie bereits erzielen konnten, beispielsweise in Sachen Layout und Design des Blogs.

Ganz wichtig: Konzipiere Deinen Kurs so, dass Deine Schüler nicht überfordert mit den ersten Lerninhalten sind. Steigere den Schwierigkeitsgrad moderat, sodass Du keinen Deiner Schüler überforderst. Betone dann auch, dass sie bereits schwierige Etappen gemeistert haben. So wird Deinen Schülern ihr Fortschritt im jeweiligen Kurs immer wieder bewusst.

Sei aufbauend und positiv, wann immer es die Situation zulässt. Deine Schüler sollten nach einer Lektion das Gefühl haben, etwas Großartiges geschafft zu haben und ihrem jeweiligen Ziel einen Schritt näher gekommen zu sein.

Tipp 5: Realistische Ziele setzen

Nichts ist schlimmer, als Deine Schüler zu überfordern bzw. ihnen falsche Versprechungen zu machen. Du solltest ihnen am Anfang des Kurses also klarmachen, dass sie nicht von jetzt auf gleich zu einem Profi auf dem jeweiligen Gebiet werden. Verdeutliche aber auch, dass sie mit jeder Lektion einen gewissen Fortschritt erzielen werden. Warum? Realistische Teilziele sind wichtig, damit Deine Schüler ihren Fortschritt selbst überprüfen können und zudem eine Vorstellung davon haben, welches Know-how sie sich in Deinem Online-Kurs aneignen können. Wenn Du ihnen dies nicht vor Augen führst, haben sie vielleicht das Gefühl, dass sie Deinen Wissensstand niemals erreichen können oder aber sind sich unsicher, auf welchem Stand sie sich nun eigentlich befinden.

Vor dem Start Deines Kurses oder nach den ersten Lektionen kannst Du Deine Schüler auch direkt fragen, was ihre Ziele auf dem jeweiligen Gebiet sind bzw. welche Erwartungen sie an den Kurs haben. Wofür möchten sie das Wissen, das sie sich in Deinem Kurs aneignen, verwenden? Dies sind wichtige Informationen, die Du beim Erstellen Deiner weiteren Lektionen berücksichtigen solltest. Handelt es sich um einen Kurs mit einem kleinen Teilnehmerfeld, kannst Du mit diesem Wissen auch individuell auf Deine Schüler eingehen.

Tipp 6: Beziehe Deine Schüler mit ein

Gib Deinen Schülern kleine Hausaufgaben nach jeder Lektion. Auf diese Weise beziehst Du sie aktiv in Deine Online-Kurse ein. Du kannst Deinen Schülern auch anbieten, dass sie ihre Ergebnisse in die Kommentare unter Dein Video schreiben oder in eine Facebook-Gruppe posten, sodass sie ihre Resultate mit anderen Schülern diskutieren können.

Dieses Vorgehen bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen gibt es Deinen Schülern das Gefühl, vollkommen involviert in den Kurs zu sein. Zum anderen werden sie sich als Teil von etwas fühlen - und ganz ehrlich, das sind sie ja schließlich auch.

Tipp 7: Ziele und Teilziele – Checkliste erstellen

Wenn Du Dir Gedanken über die Inhalte und den Aufbau Deiner Kurse machst, dann ruf Dir immer wieder in Erinnerung, dass es Dein Ziel ist, Deine Schüler zu einer positiven Veränderung zu befähigen und zu motivieren. Jede Lektion sollte sie einen Schritt näher zu ihrem Ziel bringen. Mehrere kleinere Lektionen führen sie zum Erreichen von Teilzielen. Wenn Du sie dazu befähigen möchtest, eine positive Veränderung in ihrem Leben herbeizuführen, dann mach eine Checkliste an Fähigkeiten, die sie dafür benötigen.

Tipp 8: In der Kürze liegt die Würze

Es kommt nur sehr selten vor, dass Lektionen zu kurz ausfallen. Eher das Gegenteil ist häufig der Fall. Bedenke, dass ein Online-Kurs eine Abkürzung zum Erreichen eines Ziels sein soll.
Deine Schüler werden Kurse bei Dir buchen, um schnell eine Fähigkeit zu lernen oder auszubauen. Du wirst bei ihnen keine Bonuspunkte sammeln, wenn Du den Kurs unnötig in die Länge ziehst - ganz hart gesagt, verschwendest Du damit nur Deine Zeit und die Deiner Schüler – und wie wir alle wissen, haben die Menschen von heute immer weniger Zeit.

Wir empfehlen generell, dass keine Lektion länger als 15 Minuten dauern sollte, denn viel länger kann sich ein Mensch ohnehin nicht hundertprozentig auf eine Sache konzentrieren. Fallen Deine Videos deutlich länger aus, werden Deine Schüler in Gedanken abschweifen und sind dazu gezwungen, einzelne Lektionen auf mehrere Lernetappen aufzuteilen. Dies wiederum sorgt für Frust, denn das Erreichen von schnellen Erfolgen ist für die Zufriedenheit Deiner Schüler sehr wichtig - wie wir bereits in einem Abschnitt zuvor ausführlicher thematisiert haben.

Wichtig: Auch wenn Du ein enormes Wissen zu einem bestimmten Thema hast, achte darauf, dass Deine Videos nicht ausufernd werden. Konzentriere Dich in Deinen einzelnen Lektionen auf ein oder zwei zentrale Dinge.

Tipp 9: Nomen est omen

Kein Mensch kauft gerne die Katze im Sack, sondern möchte wissen, um was genau es sich bei einem Produkt handelt. Ähnlich verhält es sich auch bei Online-Kursen und einzelnen Lektionen. Gib diesen also ansprechende Titel und achte dabei darauf, dass Deine Schüler in etwa einschätzen können, um was es in einer Lektion geht bzw. welches Ziel sie damit erreichen können.

So, nun hast Du ein solides Grundwissen, was das Erstellen von attraktiven Kursen angeht, die Deine Schüler lieben werden. Wir hoffen, die Tipps haben Dich inspiriert und wünschen Dir gutes Gelingen und freuen uns über Dein Feedback. Gerne kannst Du uns auch Fragen stellen, wenn etwas in diesem Artikel unklar geblieben sein sollte.